Lebendig sein mit Körper, Kopf und Herz

Mein körperorientierter 3-Schritte-Ansatz

Im Zentrum meiner Arbeit steht die Verbindung aus Körper, Verstand und Gefühlen. Auf Grundlage meiner körper- und traumatherapeutischen Ausbildungen und der Arbeit mit Hunderten von Klienten über die letzten Jahrzehnte habe ich ein traumasensibles, körperorientiertes 3-Schritte-System entwickelt:

  • Wahrnehmen

    Lerne deine Schutzmechanismen kennen – und wie sie im Körper gehalten sind.

  • Verändern

    Lerne, sie über den Körper zu besänftigen – und dem Raum zu geben, was sich darunter verbirgt

  • Wachsen

    Lerne, dich auszudehnen mit dem was ist – und gewinne neue Freiheit.

Was heißt das genau?

Im Rahmen der Sitzungen machst du immer wieder die ganz konkrete Erfahrung im Körper, wie du einen anderen als den gewohnten Weg gehen kannst. Du spürst, wie es ist, wenn du, statt dich zurück zu ziehen, dein Herz öffnest. Wenn du, statt die Zähne zusammen zu beißen, Raum für den Schmerz machst, der da ist. Wenn du, statt klein zu werden, dich ausdehnst mit deinen Grenzen und für sie einstehst.

Und jede dieser Erfahrungen bringt ein Stück Selbstbestimmung und Freiheit zurück.

Die Grundlagen: AEDP und Neurobiologie, Grinberg Methode und GFK

In meinem Ansatz erweitere ich die Körperarbeit nach der Grinberg Methode um die wertschätzende Haltung und die neurobiologischen Erkenntnisse aus der körperorientierten Psychotherapie AEDP (Accelerated Experiental Dynamic Psychotherapy). Darüber hinaus prägt die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg mein Verständnis der Welt und damit die Haltung, mit der ich meinen Klient*innen begegne. So entsteht ein sicherer Raum, in dem echte Veränderung über den Körper möglich ist.

Die 7 Grundpfeiler meiner Arbeit

1. Bindungsorientiert: von Mensch zu Mensch.

Als Menschen sind wir Bindungswesen. Wir sind angewiesen auf Verbindung, Schutz und Gemeinschaft. Die Erfahrung, im Zusammensein mit anderen sicher und aufgehoben zu sein, ist wesentliche Grundlage für wirkliches Wohlbefinden.

In der Zusammenarbeit mit dir bin ich deshalb immer als Mensch präsent, authentisch und wohlwollend an deiner Seite – sodass du mutig neue Wege ausprobieren kannst, mit mir an deiner Seite.

2. Selbstbestimmt: Den Körper zurückerobern

Wenn wir in unseren bekannten Verhaltensmustern und Schutzmechanismen stecken, fühlt es sich oft so an, als ob wir keine Wahl hätten. Der Kloß im Hals, die Enge auf der Brust, die Last auf den Schultern: All das erscheint wie etwas, das über uns kommt und wogegen wir uns nicht wehren können.

Es ist unglaublich befreiend festzustellen, dass wir etwas tun können. Dass wir wirklich Einfluss darauf haben, wie wir reagieren! Selbstbestimmung: nicht als Idee im Kopf, sondern wirklich als ganz praktische Erfahrung im Körper. In der Arbeit mit mir wirst du immer wieder die Erfahrung machen, dass DU entscheiden und handeln kannst.

3. Erfahrungsorientiert: Erleben statt Analysieren

Mein körpertherapeutischer Ansatz nutzt die Fähigkeit des Gehirns, sich auf Basis neuer Erfahrungen zu verändern und weiterzu entwickeln. Dafür ist es notwendig, nicht nur über etwas zu reden, sondern tastsächlich eine neue Erfahrung im Umgang mit sich selbst und anderen zu machen. Und diese Erfahrung findet im Körper statt.

Für die praktische therapeutische Arbeit heißt das, dass ich den Körper immer aktiv mit einbeziehe. Wie fühlt es sich an, wenn ich mir erlaube, Platz zu machen für Traurigkeit, Glück, Wut? Wie ist es, wenn ich mich wirklich berühren lasse – von meinen Gefühlen, aber auch von einem anderen Menschen? Was passiert mit der Angst, wenn ich sie nicht wegschieben will, sondern mit ihr bin?

4. Emotionsfokussiert: Gefühle sind Ausdruck von Bedürfnissen

Jedes Gefühl ist Ausdruck eines (erfüllten oder unerfüllten) Bedürfnisses und trägt, wenn wir es einfach da sein lassen, einen Handlungsimpuls in sich. Wut zum Beispiel hilft uns dabei, klare Grenzen zu setzen. Freude lässt uns ausdehnen, um mehr von dem zu bekommen, was wir lieben. Trauer brauchen wir, um zu akzeptieren, was ist, und gleichzeitig unsere Lebendigkeit wahrzunehmen.

Zu spüren was ist, erlaubt uns zu tun, was zu tun ist. Gefühle kommen als Welle, wenn wir sie nicht wegdrücken oder uns gegen sie wehren: nach 60-90 Sekunden sind sie wieder vorbei. Und was dann kommt, ist häufig: Klarheit, Stille, Neugierde, Lebendigkeit. Genau diesen Prozess üben wir gemeinsam. Bis er immer leichter und selbstverständlicher wird.

5. Transparent: Sicherheit für den Verstand.

Die Arbeit mit mir ist keine Black Box. Ich nehme dich, deine Gefühle und deinen Verstand mit bei allem, was wir tun. Dafür gibt es gute Gründe:

Eines der wichtigsten menschlichen Bedürfnisse ist Sicherheit. Wenn wir uns nicht sicher fühlen, können wir uns nicht weiter entwickeln, weil ein Teil unseres Gehirns mit der Frage beschäftigt ist, ob eigentlich ok ist, was hier gerade passiert. Zu verstehen, was passiert, schafft Sicherheit. Deshalb ist mir Transparenz wichtig.

Und noch etwas: zu reflektieren, was gerade passiert, verstärkt die Verankerung einer neuen Erfahrung im Gehirn  – Stichwort Neuroplastizität.

6. Und statt Oder: Ambivalenzen halten können

Es ist immer ein Risiko damit verbunden, wenn wir authentisch und von Herzen leben wollen. Uns zu zeigen mit unserer Sehnsucht, unseren Ängsten und Träumen, impliziert, verletzlich zu sein. Wir haben die Wahl: ziehen wir uns zurück und schneiden uns ab von dem, was uns am Herzen liegt? Oder versuchen wir immer wieder, uns mutig einzusetzen für das, was wir lieben?

Ich zeige meinen Klient*innen, dass es möglich ist, stark und verletzlich zugleich zu sein. Dass sie sich ihren Ängsten stellen und an ihnen wachsen können. Dass sie gehalten und sicher sind, und es okay ist zu scheitern und Fehler machen. Dass sie atmen, aufstehen, weitergehen können. Dass sie mit sich selbst UND anderen wirklich verbunden sein können.

7. Traumasensibel: Selbstbestimmt und in Verbindung

Traumatische Erfahrungen in der Vergangenheit haben einen erheblichen Einfluss auf das Leben und Handeln in der Gegenwart. Sie spiegeln sich in unserer Haltung gegenüber der Welt, beeinflussen die Entscheidungen, die wir treffen, und prägen ganz wesentlich unser Erleben und unsere Wahrnehmung.

In der Zusammenarbeit mit meinen Klient*innen ist es mir wichtig, die Schutzfunktion von Traumasymptomen zu würdigen und immer wieder sicher zu stellen, dass DU entscheidest, welche Tür du aufmachst. Gleichzeitig ist es mir ein Anliegen, das fundamentale Gefühl von Alleinsein aufzulösen, das das Erleben vieler Menschen mit Traumaerfahrungen prägt.

Disclaimer

Ich arbeite mit einer Methode, die auf Aufmerksamkeit basiert. Es handelt sich um eine Lernmethode, die mit und durch den Körper lehrt. Sie ist weder für Menschen geeignet, die an lebensbedrohlichen Krankheiten leiden, noch für Menschen, die unter schweren Erkrankungen leiden, welche medizinische oder psychiatrische Hilfe erfordern. Zudem ist sie kein Ersatz für jegliche Art von notwendiger medizinischer Behandlung.

Meine Arbeitsweise hat keine ideologischen Grundlagen und erfordert keine bestimmte Lebensführung.